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    Forschungsstelle Deutscher Orden

    Der Deutschen Orden und seine Repräsentanten

    Luftbild Deutschordensmuseum; Bytomski, Würzburg
    Luftbild Deutschordensmuseum; Bytomski, Würzburg

    Das Deutschordensmuseum in Bad Mergentheim

    Das ehemalige Deutschordensschloss von Mergentheim war seit 1219 eine Niederlassung des Deutschen Ordens und von 1525 bis 1809 Residenz der Hoch- und Deutschmeister des Deutschen Ordens. 1996 wurde hier das moderne Deutschordensmuseum mit rund 3000 qm Ausstellungsfläche wieder eröffnet. Die Geschichte des Deutschen Ordens von den Anfängen 1190 bis heute wird mit Objekten, Bildern, Texten und Karten ausgebreitet.

    Die neu eingerichtete Museumsabteilung „Deutscher Orden heute seit 1809“ beleuchtet seit Mitte 2009 in zeitgemäßer Gestaltung die Entwicklung des Ordens im 19. und 20. Jahrhundert und stellt den Orden des 21. Jahrhunderts vor.

    Veranstaltungen:

    Samstag, 23. April 2016 Eröffnung der Sonderausstellung: Schätze des Deutschen Ordens im Schloss

    Quelle und Website:

    Deutschordensmuseum Bad Mergentheim

     


     

    Die Familiargemeinschaft der Ballei Deutschland

    Seit seinem Ursprung hat der Deutsche Orden neben den Brüdern und Schwestern auch andere Männer und Frauen in verschiedenen Formen Gelegenheit zur Mitarbeit und zur Verwirklichung seiner Ziele gegeben. Die Mitglieder des Familiareninstituts sind Laien und Kleriker. Sie unterstützen die Brüder und Schwestern durch ihr Gebet, ihre Mitarbeit, ihr Beispiel und ihren Einsatz im öffentlichen Leben. Sie sind dem Orden nicht wie die geistlichen Brüder und Schwestern durch die Profess, den ewigen Gelübden, inkorporiert, sondern durch eine Investitur affiliiert.

    Familiaren gibt es in den Balleien Deutschland, Österreich, Südtirol, Rom, Sizilien, Tschechien und in der Selbständigen Komturei Alden Biesen (Belgien). In Deutschland gehören rund 420 Mitglieder zu diesem Institut, das sich in neun Komtureien gliedert.

    Quelle und Website:

    Familiargemeinschaft der Ballei Deutschland

     


     

    Die Deutsche Brüderprovinz des Deutschen Ordens

    Der "Deutsche Orden" oder wie der Orden vollständig heißt der "Orden der Brüder vom Deutschen Haus St. Marien in Jerusalem" blickt auf eine lange und ereignisreiche über 800jährige Geschichte zurück.
    Im Jahr 1190, während des dritten Kreuzzuges, vor der Hafenstadt Akkon im heiligen Land zunächst als Hospitalbruderschaft gegründet, wurde er bereits 1198 in einen geistlichen Ritterorden umgewandelt und bestand als solcher über 700 Jahre bis er 1929 seine heutige Gestalt erhielt. Er ist ein klerikales Ordensinstitut päpstlichen Rechts, dem die Kongregation der Deutschordensschwestern ein- und das Familiareninstitut angegliedert ist. In Deutschland - nach der Säkularisation existierte der Orden hier nicht mehr - ist er seit 1945 wieder tätig. Es waren Ordenspriester aus dem Sudetenland, die mit den Vertriebenen nach Deutschland zogen, um sie seelsorglich zu betreuen. Im Prolog des Ordensbuches heißt es: "Echte Ritterschaft kennt nicht nur die zeitgebundene Form des Schwertkampfes, die vergangen ist; vielmehr ist der Einsatz für Christi Reich, der Schutz der Wehrlosen, die Hilfe für die Mißhandelten, Bedrängten, Verachteten und Notleidenden die eigentliche Haltung des ritterlichen Menschen." Diese Haltung suchen die Brüder, Schwestern und Familiaren des Deutschen Ordens getreu dem Ordensmotto "Helfen und Heilen" gemeinsam zu verwirklichen.

    Quelle und Website:

    Die Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem

     


     

    Die Internationale Historische Kommission zur Erforschung des Deutschen Ordens

    Die Kommission wurde 1985 in Wien gegründet von Wissenschaftlern aus der Bundesrepublik Deutschland, Italien, Österreich und Polen. Ihr Zweck ist die wissenschaftliche Erforschung der Geschichte des Deutschen Ordens von den Anfängen bis zur Gegenwart in ihren regionalen, europäischen und universellen Bezügen. Dieser Zweck soll in interdisziplinärer Arbeit, in Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Institutionen oder Arbeitskreisen und in kritischer Auseinandersetzung mit den Traditionen nationalgeschichtlicher Forschung in internationaler Kooperation erreicht werden. Dazu sollen die Erschließung von Quellen und Literatur, die kritische Aufarbeitung vorhandener Quelleneditionen und Darstellungen, die Förderung neuer wissenschaftlicher Untersuchungen und Darstellungen durch einzelne Personen und Vereinigungen, die Gewinnung von Nachwuchsforschern und die Veranstaltung internationaler Konferenzen angeregt und unterstützt werden.

    Die Kommission hat derzeit 30 ordentliche Mitglieder aus Belgien, Deutschland, Estland, Italien, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Polen und Rußland sowie 3 Fördermitglieder.

    Der Vorstand besteht aus den Herren Prof. Dr. Dr. h.c. Udo Arnold (Universität Bonn/Deutschland, Präsident), Prof. Dr. Hubert Houben (Universität Lecce/ Italien, Vizepräsident), Prof. Dr. Roman Czaja (Universität Torun (Thorn)/Polen, Schriftführer), Prof. Dr. Klaus Militzer (Universität Bochum/Deutschland, Schatzmeister) sowie als Beisitzer Dr. Guido De Dijn (Universität Antwerpen/Belgien) und Prof. Dr. Thomas Jasinski (Universität Poznan (Posen)/Polen).

    Quelle und Website:

    Internationale Historische Kommission zur Erforschung der Geschichte des Deutschen Ordens

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